Nach dieser Woche gibts eine Woche Ferien. Allerdings ist noch einiges in der Warteschlange. Und so schiebe ich einen Pixel von A nach B, manche lasse ich auch zu Linien oder Kreisen werden und irgendwann entsteht eine weitere fiktive Website, Banner oder Bildschirmschoner.
Wie auch zuvor fehlt mir die Theorie. Ich hätte nicht gedacht dass ich das mal sagen werde, aber so ist es. Also werde ich mich diese Woche der Arbeit zwischen Freehand, Flash, Dreamweaver und Photoshop widmen…und wenns mit meinem Durst nach Kopf anstrengen ganz schlimm wird, dann lad ich ein Skript von Herrn Eisenbiegler runter – obwohl, das grenzt an Borderline-Syndrom.

Obwohl ich gestern eigentlich gar nicht mehr weg wollte, hab ichs doch noch gemacht. Also gut, ab auf die LongStreet. War genau die richtige Zeit, ca. halb eins…es war die Hölle los.

Irgendwann später wollten die Anderen in nen anderen Club. Um die Ecke war das „Bronx“, also nix wie rein. Zwei Sekunden drin war klar, dass es sich hier um einen „oben-ohne-YMCA“ Club handelt, ihr wisst was ich meine. Die Sorte Clubs, in denen Kerle wie `Vin Diesel` und `Bret Hitman Hart` sich gegenseitig pinke Cocktails spendieren (btw: Imi, du erinnerst dich an den Club in Frankfurt?).

Das Witzigste an der Sache war eigentlich das WC. Schwule haben, wieso auch immer, irgendwie Angst vorm Pissoir (okay, wahrscheinlich ein Voruteil). Naja, jedenfalls war das „Bronx“ offensichtlich zielgruppengerecht gebaut, und so gab es nur normale Toiletten. Fazit war, dass vorm Männer-WC eine massive Schlange war, wie man sie sonst nur von Frauen-WCs kennt. Okay, ich mich also schön eingereiht. Zweimal Vin Diesel vor mir, dreimal Bret Hitman Hard hinter mir (alle oben ohne). Nach ungefähr 20 Minuten war ich dann immerhin im Vorraum der Toiletten und hörte die Schreie vom clubeigenen WC-Drill-Instructor; Modell 50 Cent.
50 Cent achtete penibel darauf, dass immer nur eine Person die Toilette betritt und dass niemand zu lange drin bleibt. Sprich, er regelte den Verkehr.
Achja, auf der Toilette gabs nen Kondomautomaten der Marke „Rough Rider“. Kein Witz.

Hier noch ein offizielles Poster vom Bronx: click it

War en super Abend. Zuviel getrunken, viel gelacht. Nun wird was gearbeitet.

Meine Eindrücke zu Kapstadt was die Sicherheit betrifft:

Im Zentrum und den angrenzenden Stadtteilen ist es sicher. Wie in jeder größeren Stadt gibts auch Überfälle und Diebstähle (wer häts gedacht :) ). Das Meiste was man in Deutschland über Kriminalität in Kapstadt zu hören bekommt, sind Geschichten einzelner Personen. „Ich kannte mal einen der hatte…“, „Mir hat einer erzählt, ihm sei im Taxi…“, „Ner Freundin meiner Ex-Freundin hat ne Tante, deren Schwager in Kapstadt Urlaub gemacht hat…und eines Tages wurde dem…“. Ja ne, is klar!
Im Zentrum kann man genau so gut mit Photo, Stadtplan und weißen Tennissocken rumlaufen wie auf „Malle“ oder „auf der DomRep“. Allerdings sollte man diesen touristischen Expressionismus in manchen Stadtteile vermeiden. Diese kleine Verhaltensregel gilt aber nicht nur für manche Stadtteile Kapstadts, sondern auch beispielsweise für Berlin-Neukölln.
Nachts gilt: Taxi fahren oder zu Fuß in einer Gruppe von Leuten. Auch das würd ich in manchen Stadtteilen deutscher Großstädte gleich handhaben.

Es ist also nicht die blanke Kriminalität die man zu sehen bekommt, sondern vielmehr die Armut. Man trifft also auf wesentlich mehr Obdachlose und Bettler als man dies von anderen Städten gewohnt ist. Allerdings wird immer stets „angenehm“ und freundlich geschnorrt und so hat man nach einem kurzen „no“ seine Ruhe. So läufts zu 90% ab. Manchmal wird man auch ganz herzlich umarmt (Taschen mit Reißverschluß sind Pflicht) und mit „oh my friend“ angesprochen. Ziel dieser Begrüßung ist nicht eine echte Freundschaft (oder vielleicht doch?), sondern im zweiten Satz kommt dann „my childs…“. Wirds einem dann zu lästig gibts zwei Möglichkeiten. Entweder man drückt einfach 1 Rand ab (12 Cent), oder man darf bei ganz aufdringlichen Leuten auch mal das f-Wort benutzen und lauter werden.

Fazit: Kriminalität sieht man nicht jeden Tag und ständig auf der Straße, sondern es wird eher gebetteln.

Was ich bei den Menschen auf der Straße hier sehr schätze, ist der Wille zu arbeiten bzw. für das Geld was zu tun. Und auch hier könnten sich andere Stadtteile (siehe…ja was nehmen wir denn…ach lass und bei Berlin-Neukölln bleiben) ne ganz dicke Scheibe abschneiden.
So wird nicht etwa nur am Tresen gesessen und über die Missstände geheult, sondern was gebastelt, gebaut oder ne Dienstleistung angeboten die kein Mensch braucht. Aber immerhin! So wird an jeder Ampel Zeitungen, Blumen bzw. alles was man tragen kann, verkauft. Im Abstand von hundert Metern stehen freundliche Männer am Straßenrand und helfen beim Einparken.
Auch die Stadt selbst steuert einen Teil bei. So zum Beispiel mit Wachmännern an vielen Geldautomaten, die penibel darauf achten dass die Schlange eingehalten wird.

Zum Abschluß dann noch die Fakten. Hier noch zwei Stastiken der Kriminalität.
Wichtig: Diese beiden Statistiken können nicht direkt miteinander verglichen werden, da im Stadtzentrum wesentlich weniger Menschen leben als in Kayelitsha (einem der größten Townships/Slums Afrikas). Sprich, die Statistiken sind zwei Extreme, also einer sicheren und einer sehr unsicherer Gegenden.

center_crime.jpg

City-Center

 

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Kayelitsha

Ich wollte nun nichts schön reden. Man muss sich eben an manche Dinge halten.
Und wenn dann 2010 der WorldCup hier stattfindet, so werden die Statistiken wieder steigen, da die Dichte an „Ich-trage-meine-Kreditkarte-um-den-Hals-und-bin-der-König-der-Welt“-Touristen wieder höher sein wird. Zurecht, Regeln sind Regeln…auch wenn sie nirgens auf deutsch stehen!

…achja, sollte jemand diesen Beitrag aus Berlin-Neukölln lesen, oder jemand der wirklich mal in Kapstadt böse abgezogen wurde: SORRY!

Und jetzt meine Damen und Herren lieg ich mit der Angina im Bett. Wer kennt sie nicht?! Angina, die kleine brünette. Inklusive gibts Fieber, Schluckbeschwerden und Kopfweh…was für eine Frau :(

„Was sie tun können bei Angina: Viel trinken“ – Aha, nicht schlucken können und viel trinken.

Letztes Wochenende war ich mit Eli und Andrew an der Westcoast. Eigentlich gibts nichts Spannendes zu berichten, da die Westcoast (also das Stück das ich gesehen hab) nicht der Oberhammer war. Kilometerlange Straßen ohne Häuser oder andere Autos. Straßen die so gerade sind, dass man nach ner halben Stunde viel Geld für eine 180° (oder wenigstens 90°) Kurve bezahlen würde. Ab und zu sah man vereinzelt Menschen an der Straße entlang laufen…woher kommen sie? wohin gehen sie? Man weiß es nicht, da weit und breit nichts außer Steppe war. Kleines Highlight war auf jeden Fall das Backpacker in „Citrusdal“.
20Km von der nächsten Stadt entfernt liegt das „Gekko“, ein Hostel inmitten einer Orangenplantage. Weit und breit keine Menschenseele, nur Orangen, Natur pur und Ruhe.

kaenguru

Wie immer und überall war das Känguru mit dabei :)

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Vorletztes Wochenende war ich mit einigen Leuten (die ich in den ersten Wochen im Backpacker kennen gelernt habe) in Hermanus. Zuerst waren wir nur zu dritt, haben dann aber noch Andere (zum Teil auch Deutsche) getroffen.
Hermanus hat zwei Dinge zu bieten: Wale, die man von August bis Dezember vom Ufer aus sehen kann und Shark-Diving-Anbieter so weit das Auge reicht.
Ein Tauchgang mit Hai kostet ungefähr 100 Euro und ist nichts für schwache Nerven. Definitiv. Deshalb hab ich mir das Ganze von einem Beiboot aus angeschaut und musste auch nur die Hälfte bezahlen ;)

Einfache Rechnung: Hohe Überlebenschance und halbe Kosten. Mein Programm!

shark

Wale, Robben und Haie gabs am Samstag. Reiten am Sonntag und Muskelkater dann am Montag.

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Klein, zu teuer, sehr praktisch orientiert.

Ich bin hier im 2nd-year „Multimedia Production and Design“ eingeschrieben. Was mir wie gesagt fehlt, ist die theoretische Tiefe. So gibt es beispielsweise keinen Unterricht bzw. Vorlesung im klassischen Sinne, sondern praktische Aufgaben (meist Flash). Diese müssen dann nach zwei Wochen abgegeben werden. Ein Konzept wird übergangen, somit auch Sachen wie vorheriges Screendesign, Zielgruppenbestimmung also überhaupt der ganze konzeptionelle Ansatz fehlt. Sehr gewöhnungsbedürftig!
Der Vorteil daran ist allerdings, dass man sich schon im Voraus auf die Thesis freut, da man einfach die Nase voll von Pixelschubserei hat und endlich wieder das Gehirn anstrengen will ☺
Term 3 habe ich nun absolviert, als nächstes folgt Term 4 und dann wars das auch schon. Im Dezember bin ich fertig und habe dann noch fast 8 Wochen Zeit mir Südafrika anzuschauen.

In Zukunft versuche ich jeden Tag etwas zu berichten und den Blog aktueller zu halten. Versprochen.

…ist der Hammer! Wahrscheinlich findet man nach 3 Jahren Furtwangen jede Stadt genial.

Kapstadt ist relativ übersichtlich, nach 6 Wochen kennt man die meisten Straßen (im Zentrum). Die Aorta ist die LongStreet, welche sich von Nord nach Süd fast durch ganz Kapstadt zieht. Tagsüber: geschäftiges Treiben zwischen Restaurants und Cafes. Nachts: Bars und Clubs bist zum abwinken. Party wird groß geschrieben und so gibts für jeden Geschmack, 7 Tage die Woche, ein reichhaltiges Angebot. Im Zentrum, sowie den angrenzenden Stadtvierteln und der Waterfront ist es sicher. Sehr sicher. Überall sind sowohl tagsüber als auch nachts Security-Streifen unterwegs. Diese sind von privaten Sicherheitsfirmen, schlecht ausgebildet, oft nur 50 Kg schwer, aber dafür haben sie Knüppel und Pfefferspray ☺. Ich habe mich nie unsicher gefühlt (weder tags noch nachts). Vergesst die Geschichten die ihr über Kapstadt gehört habt.

Kurz: Man hält sich an Regeln und hat Spaß, man bricht die Regeln und hat keinen Spaß. So wars schon im Kinderkarten.

city_bowl

Im südöstlichen Teil liegt Kayelitsha, zweitgrößtes Township Südafrikas und auf jedem Stadtplan mit Werbung überdruckt. Das ist auch der Grund wieso Kapstadt (mit 3 Mio. Einwohnern) so übersichtlich erscheint. Ein Großteil der Menschen wohnen außerhalb in weitaus ärmeren Gegenden, so z.B. Kayelitsha.
Entgegen aller Warnungen bin ich natürlich in einem Township gewesen. Nachts und alleine. Autoren div. Reiseführern würden sich jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber ich hatte einfach keine andere Wahl (musste dort jemanden mit dem Auto absetzen).

Achja, das Wichtigste: Südafrikaner sind wesentlich freundlicher und ausgelassener als wir Deutschen (insbesondere als das Volk im Schwarzwald). Mehr Bilder >>

Nach 6 Wochen ist es soweit. Mein erster Eintrag. Sorry, aber ich hatte einfach keine Zeit. Einiges ist passiert in dieser Zeit und ich versuche mich so kurz wie möglich zu fassen.

Die ersten zwei Wochen habe ich in einem Backpacker Namens „Ashanti“ verbracht. Sehr gemütlich und zentral gelegen. Auf Dauer wurde mir das Ganze aber dann doch zu teuer und so machte ich mich auf die Suche nach etwas Günstigerem. Wie es dann so ist, man lernt Leute kennen, die Leute kennen, welche noch viel wichtigere Leute kennen. Und so kam ich zu einem Deutschen (den Namen hab ich wieder vergessen) der auf der LongStreet ein Backpacker besitzt. „Bleib solange du willst und bezahl einfach wenn du Geld hast“ – Klingt gut. Vorteil war, dass ich fast die Hälfte pro Nacht gespart habe und Mitten auf der LongStreet wohnte, allerdings kam das Wasser leicht bräunlich aus einem Rohr in der Wand (Duschkopf gibt’s nicht immer) und meine Nachbarn waren eher von der „harten Sorte“ ;)
Und so verging Tag für Tag: Schule, Zimmer suchen, schlafen. Okay, zwischen Zimmer suchen und schlafen waren oft noch diverse Bars damit ich besser schlafen konnte.

Letztendlich kam ich dann doch unter. Tolle Wohnung direkt am Tafelberg, Blick über die ganze Stadt, zwei Katzen, eine Mitbewohnerin, eine Putzfrau, 4 Gittertore bis ins Zimmer und WLAN (die Nadel im Heuhaufen) – Bingo.

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10 Greystoke Lodge

Quarry Hill Rd

8001 Tamboerskloof

Am 30 Juli wird mein erster `Schultag` sein. Die Schultüte wäre soweit schon verzehrt, nur das Visa braucht noch Zeit. Die Jungs und Mädels in Südafrika wollen Dinge über mich wissen, die ich selbst noch nicht weiß. Außerdem muss man zuerst nen Antrag für nen Antrag stellen.

Hab ich genug Geld? Hab ich Kinder? Und wieso wollt ihr ein Röntgenbild meiner Brust? …well, we will see. Im Juli kann ich dann mehr berichten.

Ich werd hier den Blog nun offiziell starten und ab und zu wieder was texten, falls was spannendes passiert. Richtig los gehts wie gesagt dann am 28 Juli.

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